Cerastes vipera photographié par Michel Aymerich
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Paysage bas Draa

EusparassusHéron garde boeufsStenodactylus sthenodactyluscorbeaux brunsandroctonus mauretanicusJaculus jaculusMalpolon monspessulanusMeriones libycusSpalerosophis dolichospilus


                   
Diese Natur-Expeditionen sind unter der Verantwortung von Michel Aymerich mitveranstaltet. Sie finden  im Geist der Charta für die Achtung der Arten und Ökosysteme statt.
Sie richten sich auf diejenigen Französisch- und Deutschsprachigen, die gewillt sind,  die  Flora und Fauna  auf eine achtungsvolle Art und Weise gegenüber den unterchiedlichen Lebensformen zu beobachten  und  zu photographieren,  um sich damit gleichzeitig für deren Erhaltung zu engagieren.


Natur-Expeditionen und Reisen in der marokkanischen Sahara*

Michel et El Kentaoui
Photo © Sara Kissane
 
Expéditions naturalistes dans les régions présahariennes et sahariennes du Maroc

Einführung

       Diese Natur-Expeditionen sind an diejenigen gerichtet, die den Wunsch haben, die Entdeckung der Fauna und der Umwelt Marokkos mit etwas Nützlichem zu verbinden.

    Es wird sich unter anderem darum handeln,  Beobachtungen festzuhalten um sie dann nach einer angemessenen Gestaltung auf der Homepage des Vereins GEOS zu publizieren, z.B. in der Form von personalisierten Naturreise- Notizbüchern, aber eventuell auch  in der Form von mehr oder weniger spezialisierten Artikeln über eine bemerkenswerte Spezies auf der Homepage der GERES (Studien- und Forschungsgruppe der Ökologen der Sahara)

   Ziel dieser Bemühungen wird immer sein, die gemachten Beobachtungen vorrangig in den Dienst der Rettung der Arten und Ökosysteme zu stellen und mit Hilfe der erworbenen Erfahrungen das Entstehen eines qualitativ neuen Verhältnisses seitens der Frauen und Männer gegenüber nicht menschlichen Tieren zu fördern. Dementsprechend werden diese Naturreisen nach der "Charta für die Achtung der Arten und der Ökosystemeorganisiert, die von GEOS  initiiert wurde und dies mit der Orientierung, dass man imstande sein wird, durch die Promovierung einer nachhaltigeren und erträglichen Tätigkeit  die betroffenen Bevölkerungen von der Fundiertheit  unserer Herangehensweise zu überzeugen.

    Im Hinblick darauf empfehlen wir, die von den Gründern der GEOS verfasste Deklaration (Für eine neue Beziehung der Menschen zu anderen Tieren) zu lesen. Darin wird versucht, die Beweggründe der Mitglieder der Assoziation, unter anderem der Organisatoren der vorgestellten Reisen,  zusammenzufassen.
  
    Ihre Begleitern :

- Michel AYMERICH*,  in  Marroko
geboren, französisch und deutsch sprechend, naturkundig und Tierfotograf, sowohl passionniert als auch erfahren.

- Sara KISSANE, seine marrokanische Frau spricht arabisch,
tamazirght und französisch.

- El Kentaoui LAZGHEM**, 'arabisch Lehrer, französich sprechend stammt aus Aouinet Torkoz.

- David OUDJANI, in Franreich geboren, spricht sowohl französisch als auch englisch. Biologie-Student, er verfügt bezüglich
Reptilien und andere Tiere über naturkundige wie auch grosse allgemeine Kenntnisse

Sie werden Ihnen helfen beim Auffinden, beim Beobachten, beim Annähern, beim Fotografieren, beim Bestimmen der Vertreter der unterschiedlichen Tierklassen wie z.B. unten erwäht. Unter Umständen - und falls Bedarf besteht - kann er Ihnen helfen, bestimmte Tiere "anzufassen" (beispielsveise Reptilien, Spinnentiere, Insekten) in der festen Überzeugung, dass der direkte Kontakt, der hergestellt wird durch die Berührung, oft die beste Möglichkeit darstellt, eine neue Betrachtungsweise vieler Tierarten und Ihrer Ökosysteme, besonders derer, die zumeist Opfer stärkster Vorurteile sind (der am wenigsten geliebten), zu erreichen.

    In jedem Fall, ob Suchen, Observieren, Annähern, Fotografieren oder Anfassen; dabei wird ein zwingendes Gebot zu respektieren sein : die ausnahmslose Achtung aller Lebensformen...
 

Michel avec un PsammophisSara avec un Eumécès
Michel Aymerich
mit Trugnatter und Sara Kissane mit Eumeces. 
© Sara Kissane et Michel Aymerich

El KentaouiDavid Oudjani
El Kentaoui Lazghem © Michel Aymerich und  © David Oudjani

* M.A. hat als Interviewpartner an mehr als Drei Reportage über die Fauna Marokkos mitgewirkt. Der  Film  "Sentinelles de la Nature : Le Maroc" (Wachposten der Natur: Marokko) wurde im September 2005 auf  dem  Kabelkanal  Ushuaïa TV (über TPS) gezeigt.
**Der Film "Faut pas rêver" an dem El Kentaoui auch mitgewirkt hat wurde am 13. juni 2007 auf FR3 gezeigt.

Darstellung

Die Fauna Marokkos*

    Marokko ist ein Land mit schönen, oft spektakulären Landschaften, gekennzeichnet durch die Vielfalt der Lebensräume, welches zur Zeit noch stolz  darauf sein kann, die reichste - allerdings leider in ständigem Rückgang befindliche - Fauna Nord-Afrikas zu haben. Eine Fauna und auch eine Flora, die eine reiche Anzahl endemischer Arten einschliessen sowie echte tropische Reliquien, die von einer früheren Verbindung zwischen Marokko und dem tropischen Afrika zeugen, unterbrochen durch das Auftauchen und die Ausbreitung dessen, was im Verlauf der Zeit die Sahara geworden ist, wie wir sie heute kennen.

Oued Draa dans la région du Bas Draa
Oued Draa in der Region des Bas Drâa © Michel Aymerich   

        Unter den großen und mittelgroßen Säugetieren existieren - insbesondere in der Region des  Bas  Drâa, die wir erkunden werden - Goldschakale (Canis aureus), möglicherweise noch Streifenhyänen (Hyaena hyaena), Blassfüchse oder besser Rüppels Fuchs (Vulpes ruepelli), Fenneks oder Wüstenfüchse (Fennecus zerda), Mangusten ichneumon (Herpestes ichneumon), Ratels oder Honigdachs (Mellivora capensis), Wildkatzen (Felis lybica), Servale (Leptailurus serval), Karacale oder Wüstenluchse (Caracal caracal). In der gleichen Region des Bas Drâa existiert eine Population aus Echtgazellen (Gazella cuvieri),  die zu den grössten Marokkos und wahrscheinlich der Welt zählt, Dorcasgazellen (Gazella dorcas) die anderswo immer selterner werden,  Mahnenschafe (Ammotragus lervia) usw.


Ammotragus lervia
 Ammotragus lervia © Michel Aymerich

Gazelles dorcas
Gazella dorcas © Rémy Ledauphin

       Unter der reichen Fauna der kleinen Säugetiere kann man am häufigsten und leichtesten - insbesondere nachts - die Wüstenspringmäuse (Jaculus jaculus) und diverse Arten von Rennmäusen, (Gerbillidae) und fette Sandratten (Psammomys obesus), Nordafrikanische Erdhörnchen (Atlantoxerus getulus) und viele andere Arten beobachten. Manchmal kann man auch einen, obwohl sehr unauffälligen, Rüsselspringer (Elephantulus rozeti) sehen, der mitunter auch "Elefantenspitzmaus" genannt wird (zu Unrecht, weil es keine Nagetier ist).    

Jaculus jaculus
Jaculus jaculus
© Michel Aymerich

Psammomys obesus
Psammomys obesus © Michel Aymerich

        In der gleichen Region und generell in den Gebieten, die im Südwesten des Anti-Atlas sind, kann man - unter der Voraussetzung, dass man sie gut sucht und Glück hat, manchmal sogar viel Glück, da sie selten und unauffällig sind  - die Vertreter einer bemerkenswerten Reptilienfauna sichten
 
    Unter den Schlangen gibt es echte tropische Relikte, wie die Uräusschlange
(Naja haje legionis), Puff Otter (Bitis arietans), die Weißbäuchige Sandrasselotter (Echis leucogaster), Mauretanische Katzenschlange (Telescopus guidimakaensis), Afrikanische Eierschlange (Dasypeltis scabra), Afrikanische Hausschlange (Lamprophis [= Boaedon] fuliginosus ), aber auch ein bisschen weniger selten, obwohl  alle sehr  unauffällig, Arten  wie die wunderschöne westliche Diademnatter (Spalerosophis dolichospilus), die Moilanatter oder "falsche Kobra" (Scutophis [=Malpolon] moilensis) - eine giftige aber eher harmlose Art, die die Besonderheit aufweist, die Kobra  zu imitieren, indem sie ihren Nacken spreizt, die Trugnatter (Psammophis schokari), die Hornviper (Cerastes cerastes), die Avicennaviper (Cerastes vipera), die noch mehr an sandige Gebiete als die vorherige gebunden ist.

Spalerosophis  dolichospilus
 Spalerosophis dolichospilus © Michel Aymerich

Echis leucogaster
 Echis leucogaster © Michel Aymerich

    Théodore Monod schrieb in "Méharées", nicht ohne eine berechtigte Ironie, im Bezug auf Schlangen die er manchmal in saharischen Regionen antreffen konnte : " Nattern, harmlose und blonde, Vipern [...]. Aber, bitte, vergessen Sie nicht "mit Hörnern" hinzuzufügen, das ist viel erschreckender für Ihr Publikum, denn es stellt sich vor, dass dieser teuflische Anhang, zusätzliche Waffe, noch mehr der Schädlichkeit des Reptils hinzufügt [...] Die saharischen Vipern, die Cerastes sind, haben [...] mehr Angst vor uns als wir vor ihnen, gelinde gesprochen."

Couleuvre de Moïla
                       Scutophis [= Malpolon] moilensis © Michel Aymerich
           

Sara avec Couleuvre de Moïla
Eine Moilanatter © Michel Aymerich

    Unter den Eidechsen und anderen Reptilien, die ihre Beine behalten haben, kann man Agamidae finden, wie den ziemlich verbreiteten Atlasagamen (Agama impalearis), den Wüstenagamen (Trapelus mutabilis), der sehr an die dürrsten Milieus (wie die Regs) der Sahara gebunden ist, den Dornschwanz oder "Dob" (Uromastyx acanthinurus); unterschiedliche Scincidae, diese Eidechsen mit glatten Schuppen, kleinen Beinchen und mit  einer schlangenartigen Bewegung, unter denen einige als "Sandfische" bezeichnet werden. Unter einem Stein kann man Dünnfingergeckos und Zwergwüstengeckos finden, die sowohl hübsch als auch graziös sind. Manchmal auch  kann man ein auf einem Ast sitzendes oder auf der Erde laufendes Chamäleon und mit viel, viel Glück, oh Wunder der Natur! den Wüstenwaran (Varanus griseus)  und noch viele andere Arten antreffen.  

Stenodactylus sthenodactylus
Stenodactylus sthenodactylus
© Michel Aymerich

Agama impalearis
Agama impalearis
© Michel Aymerich
ptyodactylus oudrii
Ptyodactylus oudrii
© Michel Aymerich

Tropiocolotes algericus
Tropiocolotes algericus © Michel Aymerich

        Unter den Vögeln können je nach der Jahreszeit und glücklichem Zufall der Weißstorch (Ciconia ciconia), der Adlerbussard (Buteo rufinus), der Habichtsadler (Hieraaetus fasciatus), der Schlangenadler (Circaetus gallicus), der Lannerfalke (Falco biarmicus) und  der  Turmfalke (Falco tinnunculus), die Kragentrappe (Chlamydotis undulata), der Rennvogel (Cursorius cursor), die Theklalerche (Galerida theklae), die Wüstenläuferlerche (Alaemon alaudipes), verschiedene Steinschmätzer (Oenanthe deserti ; O. leucura ; O. leucopyga, usw.) die ziemlich verbreitet sind, Blauwangenspint (Merops persicus), Heckensänger (Cercotrichas galactotes), Wüstenrabe (Corvus ruficollis), usw beobachtet werden.
    Die
Schmutzgeier (Neophron percnopterus), Gänsegeier (Gyps fulvus) könnten gesichtet werden und sind in jedem Fall zu suchen...
    Entlang der Steilküsten, am Rand des Ozeans, kann man auch
den Großen Kormoran (Phalacrocorax carbo) und in bestimmten Gueltas, z.B. in Khnifiss, den Rosaflamingo (Phoenicopterus ruber) usw beobachten.         

Cursorius cursor
 Cursorius cursor © Michel Aymerich

Diademrotschwanz
 Phoenicurus moussieri © Michel Aymerich
Sirli du désert
 Alaemon alaudipes © Michel Aymerich

Aigle de Bonelli
 Aquila fasciata © Michel Aymerich

        Unter den Spinnentieren, die man gewiss finden wird, tagsüber versteckt unter den Steinen oder  in warmen Nächten herumlaufend: verschiedene Arten von Skorpionen, von denen der größte Teil relativ oder ganz harmlos und keine aggressiv ist; die Spinnen, so die der Art Eusparasus dufouri, die des Tages unter einem Stein versteckt bleibt oder die Taranteln (Lycosa tarentula), lauernd in ihren Nestern, Arten die gleichermaßen inoffensiv wie stets scheu sind; Solifugen, die genauso beindruckend wie harmlos sind und mit etwas Glück Geißelspinnen, Spinnentiere, die  geradewegs  aus der Tiefe des Meeres hervorgegangen zu sein scheinen...
   
    Soviele "Kreaturen" die wir bedingungslos respektieren, indem wir uns  von  folgender Empfehlung Lanza del Vastos inspieren lassen:
    „Du wirst mit gleicher Höflichkeit Schlangen, Skorpione, Taranteln und jede schädliche Bestienart behandeln. Schädlich bist Du selbst mehr noch als die Bestie: Bist es Du selbst, den Du in ihr bestrafen möchtest? Lasse sie weglaufen, und deine Tücke mit ihr. 

Androctonus amoreuxi
Androctonus amoreuxi © Michel Aymerich
Eusparassus dufouri
Eusparassus dufouri © Michel Aymerich

Galeodibus
Solifuge © Michel Aymerich

Amblypyge
Geißelspinne  © Michel Aymerich

        Unter der breit gefächerten Welt der Insekten findet man Arten der Gattung Heremiaphila mit überraschender Fähigkeiten zur Tarnung, Arten wie Gottesanbeterinen, Heuschrecken, Mistkäfer, Schmetterlinge, usw.

Eremiaphile
Eremiaphila © Michel Aymerich

Truxale
 Acrida mediterranea? © Michel Aymerich
Mante religieuse en position de défense
Familie der Mantidae © Michel Aymerich

Mante religieuse de face
Familie der Mantidae © Michel Aymerich

    Alles nicht menschliche Tiere,  gleichermaßen interessant, die uns die Ehre der Beobachtung, der Annäherung, der Bestimmung, der Fotografie gewähren könnten zur grössten Freude der Naturalisten, sowohl der Anfänger als auch der Fortgeschrittenen, wobei ein jeder von uns nur dazu lernen kann...

* Weitere Informationen über die marokkanische Fauna und insbesondere die der betrachten Regionen kann man in der Bibliographie sowie auf der Homepage der GERES finden...

Expéditions naturalistes dans les régions présahariennes et sahariennes du Maroc
    
Email:  michel.aymerich@gmail.com
 
Abweichende Termine können in Betracht gezogen werden, wenn mindestens  drei  Interessenten  danach fragen...


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